Spannklaue Vorhub. Engpassabfederung nach Werksbrand des Serienlieferanten.
Reales Kundenprojekt, anonymisiert veröffentlicht — zur Herkunft der Kennzahlen siehe Methodik.
Warum das Teil zum Projekt wurde.
Im August 2025 brannte beim langjährigen Einzellieferanten eines deutschen Spanntechnik-Herstellers die Sinteranlage ab. Vier Serienartikel, darunter diese Spannklaue, standen vor dem Lieferausfall. Der Hersteller hatte 14 Wochen Puffer im Lager — danach wäre die Linie gestanden.
Die Spannklaue ist geometrisch anspruchsvoll: Ein ausscheidungsgehärteter 17-4 PH mit Zugfestigkeit > 1.070 MPa, geschliffene Kontaktfläche und eine Toleranz von ±0,05 mm auf der Spannfläche.
Die Anfrage kam am Dienstag um 16 Uhr. Am Freitag lag die Entscheidungsmatrix vor, am darauffolgenden Mittwoch waren die ersten Werkzeugfertigungsaufträge draußen.
Wie die Quelle gewählt wurde.
Drei Werke wurden angefragt, zwei gemeinsam freigegeben: ein Primärwerk in Deutschland mit verkürzter Werkzeugroute, ein Sekundärwerk in Polen. Die Stückpreise beider Standorte lagen praktisch gleichauf — im Engpassfall gab die Verfügbarkeit den Ausschlag, nicht der Preis.
Bewertet wurde nach der normierten Entscheidungsmatrix — Stückpreis, Lieferzeit Serie, freie Kapazität, Qualitätsindex, Audit-Status, Risikoklasse und CO₂ pro Teil, jeweils gewichtet. Die Einzelbewertungen der Werke veröffentlichen wir nicht. Sie enthalten Kapazitäts- und Qualitätsdaten unserer Fertigungspartner und liessen Rückschlüsse auf die Beschaffungsentscheidung des Kunden zu. Ihre eigene Matrix erhalten Sie mit dem Angebot — vertraulich, wie im NDA vereinbart.
Vom Brief zur Serie. Dokumentiert.
Jeder Schritt war protokolliert — Kunde, MIM Experts und die beiden Netzwerkwerke hatten jederzeit denselben Informationsstand. Die Zeitachse enthält Werkzeugbau, Abmusterung mit Schwindungskorrektur, PPAP und die Freigabeschleifen des Kunden. Der Werkzeugbau ist dabei mit Abstand der längste Einzelposten — er bestimmt, wann eine MIM-Serie anlaufen kann.
Was sich für den Kunden geändert hat.
Im Engpassfall entscheidet die Werkzeuglaufzeit, nicht der Stückpreis. Der lag am Ende rund vier Prozent unter dem des Altlieferanten; hinzu kam allein das Invest in das Neuwerkzeug — und das ist günstiger als eine Woche Bandstillstand. — Einordnung · MIM.Experts Engineering
Bauteil, Werkstoff, Gewicht, Jahresmenge und Projektanlass stammen aus einem abgewickelten Kundenprojekt, veröffentlicht mit Zustimmung des Kunden. Kundenname, Artikelnummer und Preise nennen wir nicht. Die kaufmännischen Kennzahlen dieses Beispiels — Einsparung, Kostenanteile, Preisverhältnis der Standorte — sind nachgerechnet und nicht aus der Projektakte übernommen. Modell: Feedstock-Kosten nach Werkstoff, geometriebasierte Zykluszeit über die Kavitätenzahl, Sinteranteil nach Bauteilgewicht, Nacharbeit und Prüfung nach Anforderungsprofil. Maschinenstundensatz 85 €/h, Ausbeute 92 %, Overhead und Marge 35 %.
Standortbewertung, Q-Score und freie Kapazität sind bauteil- und zeitpunktbezogen und werden je Anfrage neu erhoben — dasselbe Werk kann in zwei Projekten unterschiedlich bewertet sein. Verbindlich ist ausschließlich ein Angebot nach Bauteilanalyse. Zum Richtpreiskalkulator