Im August 2025 brannte beim langjährigen Einzellieferanten eines deutschen Spanntechnik-Herstellers die Sinteranlage ab. Vier Serienartikel, darunter diese Spannklaue, standen vor dem Lieferausfall. Der Hersteller hatte 14 Wochen Puffer im Lager — danach wäre die Linie gestanden.
Die Spannklaue ist geometrisch anspruchsvoll: Ein ausscheidungsgehärteter 17-4 PH mit Zugfestigkeit > 1.070 MPa, lasergehärtete Kontaktfläche und eine Toleranz von ±0,02 mm auf der Spannfläche.
Die Anfrage kam am Dienstag um 16 Uhr. Am Freitag lag die Entscheidungsmatrix vor, am darauffolgenden Mittwoch waren die ersten Werkzeugfertigungsaufträge draußen.
Die normierte Matrix erlaubt einen direkten Vergleich aller angefragten Netzwerkwerke. Primär- und Sekundärquelle werden gemeinsam freigegeben, damit Dual Sourcing ab Serienstart greift.
| Werk | Region | Stückpreis EXW | Lieferzeit | Freie Kapazität | Q-Score | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Werk A | Deutschland · Süd | € 6,40 | 14 Tage (Expedited) | 80 % | 95 | 88 / 100 · Primär |
| Werk D | Polen | € 5,90 | 18 Tage | 150 % | 87 | 82 / 100 · Sekundär |
| Werk C | Tschechien | € 5,60 | 22 Tage | 110 % | 85 | 74 / 100 |
Gewichtung: Preis 25 %, Lieferzeit 15 %, Kapazität 15 %, Q-Score 20 %, Audit 10 %, Risiko 10 %, CO₂ 5 %.
Jeder Schritt war protokolliert — Kunde, MIM Experts und die beiden Netzwerkwerke hatten jederzeit denselben Informationsstand.
Der Werksbrand hätte uns im alten Modell sechs Wochen Bandstillstand gekostet. Über das Ein-Kreditor-Modell konnten wir die neue Serie starten, bevor unser eigenes Lager leer war — ohne ein SRM-Onboarding anzustoßen. — HEAD OF PURCHASING · SPANNTECHNIK-HERSTELLER